Conspiracy Generator

Bau Dir eine Verschwörungstheorie von Grund auf.

Eine Verschwörungstheorie erkennt man am besten, wenn man selbst eine baut.

Suche Dir ein echtes Ereignis aus. Im nächsten Schritt wählst Du, wer dahintersteckt und warum. Dann gehst Du durch die vier Schritte, die echte Verschwörungstheoretiker:innen nutzen — mit einer Auflösung neben jedem Schritt.

Schritt 01

Auffälligkeiten suchen

Mach aus Zufall Beweis für einen geheimen Plan.

Schritt 02

Verbindungen erfinden

Zieh Linien zwischen unzusammenhängenden Punkten, bis sie bedeutsam wirken.

Schritt 03

Gegenbeweise abwehren

Wenn ein Fakt widerspricht, mach ihn zum Teil der Vertuschung.

Schritt 04

Kritiker:innen diskreditieren

Weise Menschen ab, die Schwächen deiner Theorie zeigen.

Schritt 1 — Suche Dir ein echtes Ereignis aus

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Wirecard: 1,9 Milliarden Euro verschwunden

Wirecard war jahrelang als deutsches Fintech-Wunder gefeiert worden und stieg 2018 in den DAX auf. Im Juni 2020 musste der Konzern einräumen, dass 1,9 Milliarden Euro, die angeblich auf philippinischen Treuhandkonten lagen, gar nicht existierten. Innerhalb weniger Tage meldete das Unternehmen Insolvenz an — der erste Komplettausfall eines DAX-Konzerns seit Jahrzehnten.

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Bundestags-Hack 2015

Anfang Mai 2015 fiel im Datennetz des Deutschen Bundestags auf, dass von außen Daten abflossen. Die Verwaltung schaltete schließlich das Netz tagelang ab; ganze Teile der IT mussten neu aufgesetzt werden. Schätzungen zufolge wurden mehrere zehntausend Dokumente entwendet — darunter auch aus den Büros von Abgeordneten und Ausschüssen.

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Cum-Ex: Milliardenraub an der Staatskasse

Bei Cum-Ex-Geschäften bewegten Banken, Anwaltskanzleien und Investor:innen Aktien rund um den Dividendenstichtag derart, dass sich mehrere Beteiligte eine Kapitalertragsteuer erstatten ließen, die in Wahrheit nur einmal an den Staat gezahlt worden war. In Deutschland fanden diese Geschäfte vor allem zwischen 2005 und 2012 statt; Schätzungen zum Schaden bewegen sich im zweistelligen Milliardenbereich.

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BER eröffnet — neun Jahre zu spät

Eigentlich sollte der neue Hauptstadtflughafen BER schon 2011 in Betrieb gehen. Stattdessen folgten neun Jahre Verzögerungen: Eine fehlerhaft geplante Brandschutzanlage musste mehrfach umgebaut werden, Kabelschächte waren überlastet, Türen ließen sich nicht zuverlässig schließen. Mehrere Geschäftsführer wurden ausgetauscht; die Eröffnung wurde sechsmal verschoben.

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Conspiracy Generator — das Rezept, ausgeschrieben