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Cum-Ex: Milliardenraub an der Staatskasse

Bei Cum-Ex-Geschäften bewegten Banken, Anwaltskanzleien und Investor:innen Aktien rund um den Dividendenstichtag derart, dass sich mehrere Beteiligte eine Kapitalertragsteuer erstatten ließen, die in Wahrheit nur einmal an den Staat gezahlt worden war. In Deutschland fanden diese Geschäfte vor allem zwischen 2005 und 2012 statt; Schätzungen zum Schaden bewegen sich im zweistelligen Milliardenbereich.

Eine Untersuchungsausschuss-Reihe in mehreren Bundesländern, eine kontroverse Affäre um das Hamburger Bankhaus M. M. Warburg und Strafprozesse gegen ehemalige Banker:innen prägten die Aufarbeitung. Der Bundesgerichtshof bestätigte 2021, dass Cum-Ex Steuerhinterziehung ist. Die Recherche von Journalist:innen aus Deutschland und mehreren Ländern Europas spielte eine zentrale Rolle bei der öffentlichen Aufklärung.

Quelle: tagesspiegel.de

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